Montag, 9. Juli 2012

06.07. Arches Nationalpark - Tag der Bögen


Für die Neugierigen, was überhaupt diese seltsamen Arches sind (das hat nichts mit Noah und der Sintflut oder mit dem Hinterteil einer Person zu tun!):
Arches Nationalpark
Dieser Park wird geprägt durch insgesamt über 2.000 benannte Steinbögen (engl.: arches), mit Öffnungen von einem Meter Länge (der Mindestgröße um 'arch' genannt zu werden)  bis hin zum längsten Steinbogen, dem Landscape Arch, dessen Bogen sich 306 Fuß (knapp 94 m) weit von Basis zu Basis spannt.
Die Steinbögen entwickelten und entwickeln sich über Jahrtausende mit der genau richtigen Kombination der Einwirkungen von Wasser / Eis, Wind und Zufall: 


An unserem ersten vollen Arches-Tag haben wir eine Menge von denen erwandert (ein ziemlich anstrengende fünfstündige Fußmarsch) oder dann am Nachmittag 'erfahren':

zum Einstieg noch mal 'unser' Auto und unser Zelt

der größte (Landscape Arch)




Fußmarsch
 
ein Doppelter (Double O Arch - groß oben und klein unten)


Double O Arch (nur unten)


Balanced Rock (keine Ahnung, warum der so heißt)






Übrigens: Abends wurde wieder mal gegrillt.
Von den 8 Plätzen am Ende der Campground-Loop (die besten!) waren heute 5 deutsch besetzt!

Samstag, 7. Juli 2012

05.07. Auf zu den Felsbögen (Arches National Park)

Am Morgen ging es recht früh los. Zu Essen hatten wir ja sowieso nichts mehr. Also haben wir vom Aufstehen 6:30 Uhr bis zur Abfahrt 8:00 Uhr nur ein bisschen hin- und hergepackt, das Zelt abgebaut und alles wieder im Auto verstaut. Wir waren dann um 8 bei der Abfahrt sogar schneller los, als der gelbe Mercedes-Laster.

Inzwischen Gravel-Road-erfahren ging die Rückfahrt den Berg hoch durch Schotter, Lehm, einige Waschbrettpassagen und Serpentinen erstaunlich schnell – zumindest kommt es einem deutlich schneller vor, wenn die Bedenken geringer sind.

Auf der aFahrt nach Süden haben wir dann ein Frühstück, besser Brunch, um 11 bei 'Wendys' in Fruita zu uns genommen. Danach wollten wir die Kühlbox wieder mit Lebensmitteln füllen. Das Navi gab eine große Mall' im Nachbarort Grand Junction an, also nichts wie hin. Das Ding war wie erwartet riesig. Die Anchor-Stores hießen u.a. Target, Sears und drei weitere, die wir auch alle nicht kannten. Nach 15 Minuten Wanderung durch die Mall (gefühlt mehrere Hundert Geschäfte in einem zusammenhängenden überdachten Bereich), stellten wir fest, dass kein einziger Store ein Lebensmittelmarkt war! Diesen Fehlschlag müssen wir wohl als Lehrgeld verbuchen.

Es fand sich dann ein ziemlich großer (aber nicht riesiger) Supermarkt im gleichen Gewerbegebiet, der aber einen recht teuren Eindruck machte. Wir haben uns dennoch an den auffälligen Werbeschildchen entlang immer die Angebote herausgepickt und waren dann wieder mit Grillfleisch, Kohle, Getränken, Kühlbox-Eis etc. versorgt.

Auf der Weiterfahrt Richtung Arches Nationalpark wurde der Himmel langsam immer dunkler und schließlich gab es sogar eine richtig regnerische Passage. Wir hatten den 'Scenic Byway 128' von Norden nach Moab gewählt. Eine super Wahl! Statt eines schnurgeraden Highways fuhren wir die ganze Strecke am Oberlauf des Colorado entlang und sahen über 30 Kilometer eine Mischung aus Klein-Grand-Canyon und Klein-Monument-Valley.
Anfahrt mit Regenwolken
Bei Regenwolken und später nachlassendem Regen verging die Zeit wegen der tollen Umgebung ruckzuck. Auch das "Wie sollen wir denn da grillen und ein Zelt aufbauen" von der Rückbank wurde weitgehend ignoriert. Wir hatten schließlich im Arches Nationalpark gutes Wetter bestellt.

Und das wurde auch geliefert. Am Visitor Center am Eingang: Sonne! Auf dem Weg durch den Park zu Campingplatz: Sonne.

Am Devil Garden Campground bis zum Abend: Sonne und ein spektakulärer Sonnenuntergang auf den roten Felsen um uns herum.
Campground Devils Garden von oben
unser Platz Nr. 51

Wenn das so weitergeht, haben wir hier wieder alles richtig gemacht. Nach Grillen und einer Menge Kletterei auf den Felsen rundum, ist jetzt Schluss.
Abendstimmung direkt an unserem Zeltplatz

Abendstimmung von unserem 'privaten' Felshügel über unserem Zeltplatz 

Wer mehr Fotos haben möchte, muss leider warten, bis wir wieder da sind, oder: Google-Bildersuche "Devils Garden Campground".
Nur einer sitzt noch vor seinem Laptop und tippt, immer hoffend, dass der Akku mitmacht, denn Strom gibt es hier in der 'Wildnis' nur in den Autos. Dafür ist die Sternenbeleuchtung unschlagbar.

04.07. Echo Park im Dinosaur National Monument

Wie angekündigt heute also ein 'fauler' Tag. Wir bleiben in unserem Campingplatz weit weg von der Zivilisation.
Auto und Zeltplatz


Links unter den Bäumen steht hier nicht sichtbar unser Zelt
(und sonst noch fünf Gäste mit zwei Autos)  
Unter "Dinosaur Echo Park" müsste es bei Google einige tolle Bilder geben.
Außer den verrückten Autofahrern kommen hier übrigens auch Schlauchboote vorbei, deren Anreise ist deutlich gemütlicher:

Wir sind auf Empfehlung einer super netten Rangerin (die mindestens einmal täglich mit Ihrem Pickup die Strecke hier herunterfahren muss) dann erst einmal am Fluss entlang gewandert und am Nachmittag ein Stückchen mit dem Auto zu einem angeblichen besonders schönen Overlook 4 Meilen wieder zurück hoch und dann noch einmal 6 weitere zum Overlook. Gelohnt hat sich das nicht wirklich. Die Strecke war ziemlich 'rough' und der Ausblick sehenswert, aber nicht spektakulär.

Insgesamt eine nette Unternehmung von 1,5 Stunden. Zur Belohnung sind die Mädel dann in den Green River baden gegangen - wegen der kräftigen Strömung allerdings nur unter väterlicher Aufsicht am Rand. Die Aufgabe bestand darin, auf zwei Metern Schwimmweg der Strömung standzuhalten – was offensichtlich kaum zu schaffen ist.

Am Abend dann haben wir unsere kompletten Vorräte aufgegessen. Das gab eine seltsame Kombination aus Hühnchenflügel und Kartoffelpüree (Reste von Kentucky Fried Chicken vom Vorabend, Brot mit Leberwurst, Nüssen, Käse, Trauben, Apfel, Gummibärchen).

Noch während des Abendessens dann eine mittlere Sensation. Ein knallgelber Lastwagen kündigte sich erst akustisch und dann optisch an und hielt auf dem Site uns gegenüber. Aufschrift: Germany, www.irmi-frieder.blogspot.com und ein Kennzeichen aus Hannover!
das Gefährt von Irmi und Frieder

Mit dem dazugehörenden Ehepaar, dass den Laster jahrelang umgebaut, dann eingeschifft und insgesamt bisher seit 130 Tagen durch Kanada und die USA gefahren hat, haben wir dann den ganzen Abend erzählt. Die beiden fliegen immer wieder in Etappen in die USA, fahren einige Wochen weiter und fliegen dann wieder nach Deutschland zurück. Mehr Infos auf deren Blog-Seite (s.o.).

Etwas spät ging's in die Federn.

Freitag, 6. Juli 2012

03.07. Fahrtag nach Süden

Der heutige Tag war unser großer 'Fahrtag', d.h. der Kompromisstag, der nötig ist, wenn man den Yellowstone Nationalpark im hohen Norden in seine Route einbaut. Denn dann muss man die 500-600 Meilen eben wieder nach Süden zurück.

Ursprünglich auf zwei Tagesetappen ausgelegt, haben wir hier nach der halben Strecke gegen 14:00 Uhr entschieden, dass wir es uns antun, weiterzufahren. Es war eine unglaublich langweilige sandige Wüsten- und Steppenlandschaft, die wir mit eingeschaltetem Tempomat Stunde um Stunde gefahren sind. Beängstigend, wie groß und leer hier das Nichts ist. "unglaublich langweilig"? Eigentlich falsch. Der Weg ist das Ziel. Man kommt fast in trance, schaut auf den Horizont und wenn dann die nächste Kuppe manchmal erst nach 30 Minuten kommt, geht es wieder gerade weiter oder eben nicht. Man freut sich über eine Kurve in den nächsten 30 Minuten oder etwas andersfarbigen Sand oder einige Büsche. Faszinierend.


Aber der Erfolg: Wir sind gegen 18:00 Uhr in Vernal angekommen, haben dort zum Zeitsparen mal wieder Fastfood (Familien-Menü im Kentucky Fried Chicken) 'genossen' und sind dann noch in den Dinosaur Nationalpark (richtig: Dinosaur National Monument) hineingefahren. Ziel war der 'primitive Campground' namens 'Echo Park – einer der schönsten und kaum besuchten Zeltplätze.


Es geht am Ende 13 Meilen Dirt-Road in Serpentinen, über Schotter- und Sandpiste bergab. Konni hat Blut und Wasser geschwitzt, die Kinder fanden's lustig.

Ankunft 20:45 unten. Drei weitere Sites belegt. Zeltaufbau, Matratzen aufpusten und Schlafsäcke auspacken in 20 Minuten, am Ende bei völliger Dunkelheit.

Ab ins Zelt – geschafft! Einen ganzen Tag gespart. Der wird morgen gefaulenzt!

Dienstag, 3. Juli 2012

02.07. Tag des Wassers

Nach dem Tag der Bären also nun ein Tag des Wassers?
Auf jeden Fall ging es wieder in den Yellowstone Nationalpark hinein - diesmal auf der südlichen Loop:
herunterfallendes Wasser

Frühstück am Wasser

Bison vor Wasser

heißes Wasser fließt in kaltes Wasser

Wasser im Tank?

farbiges Wasser ("Prismatic Pool")

hochgeschleudertes Wasser (Old Faithful Geysir) 

sehr heißes tiefes Wasser

Hirsche auf dem Weg zum Wasser (?)

heißes stinkendes schlammiges Wasser (Mud Volcano)

verdampfendes und stinkendes Wasser (dragon mouth fumarole)

und zuletzt seeehr viel herunterfallendes Wasser
(Upper Yellowstone Fall - rechts oben Menschen!)


Ab morgen sind wir übrigens nach Süden unterwegs. Das Zelt wird eingeweiht und damit der Internetanschluss und -zugang wahrscheinlich schwieriger.

Sonntag, 1. Juli 2012

01.07. Tag der Bären


Der Yellowstone NP ist der erste Nationalpark auf unserer Reise sein. Die über 50 National Parks sowie eine Vielzahl von National Monuments, historische Parks, Gedenkstätten, Erholungsgebieten  etc. werden vom National Park Service verwaltet.

Der Sequoia (Riesenmammut-)Baum und der Bison stehen für die zu schützende Flora und Fauna der Parks. Berge und Wasser symbolisieren die Landschaft und die Pfeilspitze die historischen und archäologischen Schutzgüter.




Der Eintritt in die National Parks kostet jeweils zwischen 10 und 25 Dollar für ein PKW mit Insassen. Die Jahreskarte des Nationalparksystems kostet 80 Dollar. Da wir planen, zwischen 12 und 15 davon zu besuchen, ist die Entscheidung klar.

Beim ersten Eingang in den ersten Park wurde die Jahreskarte in Scheckkartenformat, der "Amerika the Beautiful Annual Pass" gekauft.

Es wurde ein Tag der Bären:
Bei unserer heutigen Tour durch die nördliche Hälfte des Yellowstone Nationalparks hatten wir das unglaubliche Glück, an fünf (!) verschiedenen Stellen sechs verschiedene Bären teilweise aus nächster Nähe beobachten zu können. Viele Besucher sehen an zwei oder drei Tagen keinen einzigen!
Ach so, es ist auch ein Nicht-Bär in der Reihe versteckt. Viel Spaß beim Suchen.

Morgen soll der Tag der Geysire werden - die können nicht weglaufen.
Übrigens haben wir tagsüber 30 und nachts 14 Grad.