Mittwoch, 25. Juli 2012

23./24.07. Die Stadt des Heiligen Franziskus

Der Abschied aus dem Yosemite-Nationalpark fiel nicht leicht, wurde aber durch ein besonders Erlebnis unvergesslich:
Was macht der Bär im Baum?
Äpfel essen natürlich!
dann heruntersteigen ...
... und vor uns über den Weg gehen.
Nach Las Vegas steht nur eine weitere Stadt auf unserer Zielliste:

San Francisco.



Erstaunlicherweise hat diese weltweit bekannte Traumstadt nur ca. 800.000 Einwohner. Diese Zahl täuscht allerdings, da die gesamte Bay Area rund um die Bucht fast 8 Mio. Einwohner zählt. Zur Bay Area gehören Städte wie San Jose, Oakland, Freemont, Richmond, San Pablo, San Rafael etc.

Gebucht haben wir für vier Nächte ein Zimmer im Buena Vista Motor Inn. Das Preis-Leistungs-Verhältnis und Lage in der Verlängerung der legendären Lombard Street zwischen Fisherman's Wharf und der Golden Gate Bridge haben den Ausschlag gegeben für diese Wahl.
Hinzu kommt freies Parken und freies W-Lan (WiFi). Wenn jetzt noch das Zimmer einigermaßen ruhig ist - toi toi toi.

Nach fast einer Stunde 'Vorstadt' und Bay Area ging es für uns ins eigentliche San Francisco - über die Oakland Bay Bridge...

... und am späten Nachmittag dann direkt auch noch zur Golden Gate Bridge (ab 16:00 Uhr wie üblich hier Wolken)


Und hier noch ein paar unkommentierte Bilder vom ersten kompletten Tag in dieser tollen Stadt.









Suchbild Detail
Suchbild

Dienstag, 24. Juli 2012

22.07. Wasser vom Berg und wir im Wasser

Das Zelt bewährt sich weiter, alle vier haben gut und tief geschlafen (Konni berichtete allerdings von Warnschüssen und Autohupen in der Nacht, die wohl dem Verjagen vorwitziger Bären dienten), morgens ging es aber fit und voller Tatendrang ein Seitental direkt von unserem Campground hinauf. Unterwegs die schon fast üblichen Begleiter in größerer Anzahl:



Ziel ist der Vernal Fall, einer der großen Wasserfälle hier im Valley. (Wie geplant?) weitgehend schattig führte uns der Weg außerordentlich steil erst schräg, am Ende dann mit unzähligen Fels-Naturstufen den Berg hinauf. Gerade der letzte Kilometer mit fast ausschließlich Stufen war eine mächtige Schnauferei - aber immer wieder belohnt durch phantastische Blicke auf den Vernal-Fall aus verschiedenen Blickwinkel.






Die Belohnung oben war ein toller Pauseplatz an einem der über riesige Steinplatten fließenden Zuflüsse der 'Emerald Pools' direkt über der Wasserfallkante.




Bergab war ärgerlicherweise fast anstrengender als bergauf. Die teilweise sehr großen ungeraden und schmalen Steinstufen waren kaum besser zu laufen als die schrägen Steigungen im zweiten Teil. Einigermaßen geschafft aber stolz waren wir nach 3,5 Stunden wieder im Tal - das Gehen des letzten Kilometers in der Waagerechten ging fast (?!) wie Schweben.




Zur Belohnung haben wir uns dann am späten Nachmittag in das relativ flache kalte Wasser des Merced-Rivers gestürzt (die Mädchen am meisten). Fotos gibt's keine, der Apparat lag im Auto.
Und abends wurde wieder gegrillt (wir waren nach den vielen Fire-Alert-Verboten ja geradezu entwöhnt). Der Grillplatz wurde dann nach dem Essen in einen Lagerfeuerplatz verwandelt und kurz aber hell durch mehrere Beutel ruckzuck gesammelter Tannenzapfen angeheizt. Dann verschwinden die beiden Kleinen zum Nintendo-Daddeln im Zelt und die beiden Großen sichten Fotos und tippen am Blog weiter.

Montag, 23. Juli 2012

21.07. Totes Dorf und höchster Punkt

Mit der relativ langen Fahrt gestern haben wir uns heute ein bisschen Zeit 'erkauft', die wir im bekannteten 'Geisterstädtchen' Bodie (richtig: Bodie Stat Historical Park)wieder verbrauchen. Ich komme tatsächlich noch einmal zu einer drei Meilen langen Dirt-Road-Fahrt und dann ist Bodie erreicht - ein State-Park, also eigener Eintritt und das nicht zu knapp.

Aber es gab eine ganze Reihe schöner Fotomotive und die Mädels fanden den zweistündigen Aufenthalt richtig spannend. Für einen Europäer ist es allerdings etwas befremdlich, etwa 100 Jahre alte hölzerne Klohäuschen, Billardtische oder eine Tankstelle aus den 20er sensationell zu finden.

 



 


juhu - Dirt-Road-Fahren
Richtig beeindruckend war dann aber die Fahrt den Tioga-Pass hinauf und die Tioga Road fast zwei Stunden lang auf den Höhenebenen (Meadows) entlang durch den Yosemite Nationalpark. Nachdem wir gestern noch unseren Hitzerekord hatten, sehen wir heute auf den Bergen noch so Einiges an Schnee.



Und es wurde endlich wieder richtig grün - Wiesen und Wald bei Höhen über 3.000 Meter und die Felsen erstaunlicherweise erstmals seit zwei Wochen weisser und grauer Granit statt roter Sandstein. Auch mit den fürs Fotografieren bestellten Wolken war ich sehr zufrieden:
 



Das heutige Ziel: der Yosemite National Park.
Hier haben wir wieder einen Campingplatz reserviert. Erwischt haben wir für drei Tage einen Platz auf dem Upper Pines Campground direkt im Yosemite Valley.

Im Valley angekommen, machten wir erstmals Bekanntschaft mit den
Massenproblemen des Tourismus - Stau auf einer Nationalparkstrasse. Es sind einfach zu viele Amerikaner an einem Juli-Ferien-Wochenende im Valley. Es dauerte fast eine extra Stunde, bis wir die ca. 30 Meilen bis ganz ans Ende zu unserem Campingplatz geschafft hatten.
Unsere per Internet ausgesuchte Site 76 war erwartet gut gelegen - aber besetzt!!
Zwei kalifornische PKW und zwei Zelte, aber keine Menschenseele. Auch die von uns informierte Rangerin am Campground-Eingang konnte nur bestätigen, dass sich da wohl jemand mit 75 und 76 vertan hatte. Einfach tauschen klappt auch nicht, da wir unterschiedliche Abreisedaten haben und das Problem damit weitervererben würden.
Also sind wir um halb sechs noch mal ins Auto gestiegen und zum Visitor-Center gefahren - vielleicht kommen unsere Verwechslungsnachbarn ja in der Zwischenzeit wieder. Halb sieben zurück - nix!!
Plan B: Wir essen erst (am falschen Grill- und Tischplatz), hoffen auf Rückkehr der Nachbarn und bauen erst dann das Zelt auf. Warum nicht gleich so - Plan B funktionierte. Noch bevor die erste Steak-Schicht fertig gegrillt war, kam eine sechsköpfige iranisch-amerikanische Familie mit einer deutschen Besuchsnichte an, entschuldigte sich vielstimmig und zog anstandslos Zelt und Autos von 76 auf 75 um. Wir mischten dann drei Grillgänge, Umziehen des Tisches und Aufbauen des Zeltes so ineinander, dass wir um 8 satt, gespült, Zelt aufgebaut und fertig bezogen waren.
Es ist übrigens warm, aber nicht heiß, sonnig und trocken. Keine Gewitterwolken weit und breit.

Sonntag, 22. Juli 2012

20.07. Totes Tal und tiefster Punkt

Der heutige Tag ist als (letzter echter) 'Fahrtag' vorgesehen, d.h. gleich nach dem Aufstehen geht es los in Las Vegas, dann nach Westen duch den Death Valley National Park bis an die Sierra Nevada heran und dort weiter nach Norden. Ziel ist die für mehrere hundert Kilometer einzige Ost-West-Überquerung über die Sierra Nevada, die sogenannte Tioga Road, die schon im Yosemite (sprich Josimmitii) Nationalpark liegt. Mal sehen, wie weit wir kommen.
Der Start ging glatt - aufstehen, teilweise duschen, packen, aus-checken, Auto beladen, tanken, Eis (für die Kühlbox), Brot etc. kaufen und ab auf den Highway. Mit den meisten Schritten sind wir inzwischen gut in Übung.
Erst mal sind wir nach Las Vegas sehr schnell wieder im 'leeren' Land. Die Teile von Amerika, die wir durchreisen, sind so unfassbar groß und wenig besiedelt. Man fährt immer wieder kilometerlang geradeaus, ohne Ort, ohne Variation der Landschaft, mit nur wenig Verkehr (meist natürlich auf der Gegenfahrbahn). Dann wechselt die Landschaft plötzlich von einem Extrem ins andere, Wüste, Steppe, Berge ... allein das Fahren ist für einen Europäer schon ein Erlebnis:



  
der Strich hinten in der Mitte ist auch wieder usnere Straße

 

 

Das erste 'echte' Ziel ist der Death Valley Nationalpark, den wir aber nur durchfahren. Ein Stop in der Mitte bei der Furnace Creek Ranch bei 115 Grad Fahrenheit (44 Grad Celsius) und deutlich unter Meereshöhe (tiefste Stelle im Death Valley, 282 Fuß = 86 Meter UNTER Null), dann wieder über Kilometer die Berge hoch bis auf 8.000 Fuß (2.600 Meter).


Als die Sierra Nevada ins Blickfeld kommt (in der Nähe von Lone Pine) schlafen beide Mädels, also beschließen wir, noch 1 bis 2 Stunden weiter nach Norden zu fahren. Letzlich wird das Ende das nette Örtchen 'Bishop', wo wir uns ein Zimmer in einem Standard-Motel (Motel6) genehmigen. Abends dann noch Essengehen bei einem Mexikaner und der Tag ist fertig.